Zukunft des Rheinwaldheims gesichert

Im Jahr 2004 übernahm die damalige Evangelische Kirchengemeinde Bad Hönningen mit dem Ausscheiden der Johanniter Geschäftsanteile der Evangelischen Altenhilfe die Rheinwaldheim gGmbH, die seit 1969 bestand. Es gelang mit Unterstützung des Aufsichtsratsvorsitzenden Martin Sartorius (selbst Geschäftsführer der Rheinischen Diakonie), in Norbert Krumm einen hochmotivierten und immer lösungsorientierten Geschäftsführer und Einrichtungsleiter zu finden.
In seiner Amtszeit wurde aus einem stark sanierungsbedürftigen Betrieb ein Vorzeigebetrieb, wie jüngst auch die Wirtschaftsprüfer sowie die Prüfer des Medizinischen Dienstes Rheinland-Pfalz bestätigen konnten. Entgegen den Befürchtungen konnte in seiner Amtszeit sogar die Sanierung eines Gebäudeflügels mit 40 Pflegeplätzen erreicht werden. Möglich wurde das unter anderem durch den Aufbau einer stark nachgefragten und profitablen Tagespflege, aber auch mit einem konsequenten Ausbau weiterer Angebote, so etwa die Angebote „Essen auf Rädern“ und die ambulante häusliche Versorgung.
Ein relativ kleiner Betrieb wie die Rheinwaldheim gGmbH wäre in Zukunft voraussichtlich überfordert:


Die alternde Gesellschaft verursacht einen immer größeren Pflegebedarf mit wachsenden Problemen, Fachpersonal dafür einstellen zu können. Gleichzeitig wäre die Sanierung der übrigen 24 Plätze im Altbau zu stemmen.
Mit dem Ruhestand des Geschäftsführers und Einrichtungsleiters Norbert Krumm müssten wir als inhaltlich nicht ausreichend kompetenter Träger Neubesetzungen erreichen, die aktuell kaum Aussicht auf Erfolg hätten.


Daher hat das Presbyterium in großer Gewissenhaftigkeit nach einer Betrachtung von Alternativen im Sommer 2024 festgelegt:
„In Wahrnehmung der Verantwortung gegenüber MitarbeiterInnen, BewohnerInnen und zur Sicherung des Haushalts der Kirchengemeinde soll die Einrichtung erhalten und zusammen mit Grundstücken und Gebäuden an einen neuen Träger mit fachlicher und wirtschaftlicher Expertise abgegeben werden. Dabei soll das christliche Profil erhalten bleiben, die bestehenden Arbeitsverträge im BAT-KF mit allen Zusatzversorgungsleistungen übergehen und der Förderkreis e.V. erhalten und die vertrauensvolle Zusammenarbeit auch durch einen neuen Träger fortgeführt werden."


Der Aufsichtsrat der Rheinwaldheim gGmbH wurde daher direkt bei Bekanntwerden der Altersruhegrenze des Geschäftsführers und der Feststellung, dass eine Nachfolge nicht gefunden werden konnte, damit beauftragt, entsprechende Interessenten für die Trägerschaft zu finden.
Von fünf angesprochenen Unternehmen hatten drei gar kein Interesse. Ein Unternehmen hätte den Betrieb übernommen ohne Grundstücke und Gebäude. Die finanziellen Risiken wären bei der Gemeinde verblieben.


Die Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde Linz/Bad Hönningen - Unkel/Rheinbreitbach ist daher sehr glücklich, dass der Aufsichtsrat der Rheinwaldheim gGmbH in der Rheinischen Gesellschaft für Diakonie gGmbH einen interessierten Träger gefunden hat, der alle Vorgaben erfüllt. Die Rheinwaldheim gGmbH soll daher zum 01.01.2026 vollständig auf die Rheinische Gesellschaft für Diakonie gGmbH verschmelzen. Das heißt, dass die Grundstücke und Gebäude sowie alle Verträge einschließlich der Zusatzversorgungsleistungen für die Mitarbeitenden übernommen werden.
Dieser Weg wurde konsequent eingeschlagen. Es gelang frühzeitig, mit Frau Anja Schmitz eine neue Einrichtungsleiterin zu finden, die bereits große Erfahrungen mit der stationären und der Tagespflege mitbringt, so dass einem reibungslosen Übergang nichts im Wege steht. Eine stets offene Kommunikation in der Umbruchphase mit den Mitarbeitenden des Rheinwaldheims hat ihr Übriges dazu beigetragen, das hohe Maß an Zufriedenheit und Identifikation der Belegschaft mit der Einrichtung auch in dieser Zeit des Umbruchs, Neubeginns und Aufbruchs zu erhalten. Auch den Mitarbeitenden des Rheinwaldheims gilt unser besonderer Dank.


Finanziell bedeutet die Abgabe der Geschäftsanteile für die Trinitatis Kirchengemeinde, dass wir, wie es gesetzlich für gGmbHs vorgesehen ist, nur den Wert unserer Geschäftsanteile ausbezahlt bekommen (ca. 120 T€). Der viel größere Wert der Grundstücke, Gebäude und Rücklagen bleibt in der gemeinnützigen Gesellschaft, ab 2026 dann in der Rheinischen Gesellschaft für Diakonie. Mit der Verschmelzung wird auch der bisherige Aufsichtsrat aufgelöst. Der bisherige Förderverein wird im Kuratorium der Rheinischen Gesellschaft gGmbH weiter die gewohnten Einflussmöglichkeiten behalten, was von dieser sehr begrüßt wird.
Alle BewohnerInnen behalten ihre Plätze und der Name Rheinwaldheim bleibt als evangelische Einrichtung bestehen.

 

Als Presbyterium und Gesellschafter danken wir dem bisherigen Geschäftsführer Norbert Krumm und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Martin Sartorius für ihre langjährige erfolgreiche Arbeit.
Wir wünschen der Belegschaft und allen BewohnerInnen unter der neuen Leitung und der neuen Trägerschaft eine segensreiche Zukunft.

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